Es hatte tatsächlich den Charakter eines Staatsbesuches. Absperrungen in zwei Reihen, Kontrolleinlass, bewachter Ausgang und muskelbepackte Sicherheitskräfte, die hektische Anweisungen über Bündelfunk erhielten. Ein Krankenwagen sowie Rettungssanitäter standen bereit. Die Schaulustigen versuchten die Absperrungen trickreich zu umgehen, mussten sich aber dann doch kleinlaut anstellen und mindestens 45 Minuten warten.
Fotografen, die nicht akkreditiert waren, kletterten auf die Geräte des in unmittelbarer Nähe befindlichen Spielplatzes, um ein besseres Sichtfeld zu haben. Weiterlesen →
Schon einen Tag, nachdem Deutschlands Traum von einem Gewinn der Fußballweltmeisterschaft ausgeträumt war, hatte ich das Gefühl, dass auch die Hochstimmung im Lande schlagartig vorüber war. Zwar beeilten sich die Medien, unsere Mannschaft hochzuloben, manch anderer sprach auch von den Weltmeistern der Herzen, aber die Luft war raus. Keine in Schwarz-Rot-Gold gehüllten Menschen mehr auf den Straßen, keine lautstarken Fußballübertragungen in der Kneipe gegenüber, verblasste Fan-Tatoos auf Ober- und Unterarmen und – das fiel mir als Erstes auf – kaum noch Deutschlandflaggen an den Autos. Waren die Straßen Berlins in den Wochen und Tagen zuvor in ein buntes Flaggenmeer getaucht, hatten jetzt bis auf ein paar hartgesottene Patrioten die Autofahrer in meinem unmittelbaren Umfeld (Bötzowviertel) alle Flaggen entfernt. Als wär’s ihnen nun peinlich “Flagge zu zeigen”. Was haben die damit gemacht? Im Hauptstadtblog war kürzlich die Antwort zu lesen: Die BSR-Abfallberatung empfiehlt als letzte Konsequenz die Restabfalltonne…
Das Berliner S- und U-Bahnnetz ist, Vorgaben der internationalen Bloggerszene folgend, umgeschrieben worden. Die Haltestellennamen waren einfach veraltet. Wer weiß denn bitteschön, wer Friedrich war, und warum man nach ihm eine Straße bzw. einen Bahnhof benannt hat. Weiterlesen →